Jahresbericht 2015

Ereignisse, Zahlen, Impressionen

Bericht des Präsidenten

Wir blicken auf ein ereignisreiches Vereinsjahr 2015 zurück. Trotz des heissen Sommers konnten wir die hohen Besucherzahlen bei der Panoramabrücke Sigriswil aus den vergangenen Jahren leider dennoch nicht ganz halten.

Zudem wollten wir im Verein das Projekt „Wanderwegoptimierung Balmholz“ in Angriff nehmen, stiessen aber unerwartet auf grossen Widerstand. Ich kenne keinen grösseren künstlichen Eingriff am Thunersee als der Steinbruch Balmholz. Umso schwieriger ist die negative Haltung seitens der kantonalen Ämter zu verstehen. Damit ein Rundweg um die Schlucht erstellt werden kann, fehlen noch ca. 10 % Wegstrecke oder knapp 200 Meter, die naturnah angelegt werden könnten. Es braucht wohl noch viele Gespräche und Verhandlungsgeschick, bevor wir auch dieses Kapitel des Panorama Rundweg Thunersee in Angriff nehmen können.

Zum guten Glück gibt es aber nicht nur Verhinderer, sondern zahlreiche Fans des Brückenwegs: Mein aufrichtiger Dank geht an alle Sponsoren, Mitglieder und Helfer, die es uns ermöglicht haben, den Panorama Rundweg Thunersee von der Idee in die Realität umzusetzen und Schritt für Schritt weiter zu entwickeln.

«Das Vereinsjahr 2015 war geprägt durch viele Vorbereitungsarbeiten zum Weiterausbau des Panorama Rundweg Thunersee. Die Panoramabrücke Sigriswil zog auch im heissen Sommer 2015, wo es alle Leute ans Wasser zog, erfreulich viele Gäste an.»

Peter Dütschler, Präsident, Verein Panorama Rundweg Thunersee

Ereignisse 2015

Panoramabrücke Sigriswil
Im dritten Betriebsjahr nach der Eröffnung der Panoramabrücke Sigriswil konnte der Verein die hervorragenden Besucherfrequenzen aus den beiden Vorjahren nicht halten. Der heisse Sommer lockte die Besucher ans Wasser statt auf die Brücke, der schwache Euro machte uns ebenfalls zu schaffen. Im April, Mai, November und Dezember verzeichnete der Verein Rekordfrequenzen, konnte dadurch allerdings die eingebrochenen Besucherzahlen im Sommer nicht kompensieren. 

Insgesamt verkaufte der Verein etwas über 38‘000 Tickets, das entspricht 9 Prozent weniger als 2014. Davon waren rund 6‘600 Gästetickets, das heisst Übernachtungsgäste am Thunersee, welche mit dem Vorweisen der Gästekarte einen reduzierten Eintritt erhielten. Die Einnahmen über die Spendensäulen gingen um CHF 5‘000.- auf knapp CHF 27‘000.- zurück. Dies ist immer noch ein ordentlicher Betrag, aber es ist ein Hinweis, dass die Präsenz eines Rangers vor Ort eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf das Zahlungsverhalten der Gäste hat. Die vielen positiven Rückmeldungen über die hilfsbereite, humorvolle und kompetente Auskunft durch die Ranger freuen uns besonders.

Schiffskanal Interlaken
Im Juni trafen sich die Verantwortlichen der Gemeinde Interlaken und des Kantons, um mit den Verantwortlichen des Vereins das weitere Vorgehen für den Bau einer Brücke über den Schiffskanal in Interlaken zu diskutieren. Bis es soweit ist, muss der Uferweg für Fussgänger und Velofahrer von Därligen bis zum Schiffskanal realisiert werden. Es sind sich alle Beteiligten einig, dass die heutige Situation kein haltbarer Zustand ist. Der nächste Schritt ist die Überarbeitung der Uferschutzplanung. Danach kann das Brückenprojekt bei der Weissenau über den Schiffskanal konkretisiert werden.

Neue Flyer
Zu Beginn des Jahres waren die neuen Flyer für den Panorama Rundweg Thunersee fertig gestaltet und gedruckt. Diese wurden graphisch überarbeitet, sind nur noch zweiseitig und wurden mit Wandervorschlägen ergänzt.

Brückenwein ganz gross
Der Weinkeller zur Post in Tschingel unterstützt seit Jahren mit dem Verkauf des Brückenweins den Verein Panorama Rundweg Thunersee. Mit jeder verkauften Flasche fliessen zwei Franken in die Vereinskasse. Im April hat der Weinkeller zur Post dem Verein aus dem Erlös aus dem Weinverkauf einen Check von CHF 10‘000.- überreicht. Der Brücken-Weisswein von Nadine Saxer wurde überdies am Grand Prix du Vin Suisse 2015 mit dem 1. Platz ausgezeichnet!

Outdoor-Raclette beim Brückenkopf in Sigriswil
Der Brückenkopf in Sigriswil ist nicht nur ein beliebter Ausgangspunk, sondern kann auch als Outdoor-Restaurant genutzt werden: Im Januar, bei winterlichen Temperaturen, hat der Verein zum Outdoor-Raclette eingeladen. Weit über 100 Personen genossen dabei ein vorzügliches Raclette bei angeregten Gesprächen in speziellem Ambiente nachts an und auf der Brücke. Der Anlass diente zudem als Einweihung des Rangerhauses mit Infopoint, das direkt neben der Brücke erstellt wurde. Zahlreiche Besucher interessierten sich für die moderne, interaktive Gästeinformation, die in dieser Form einzigartig ist im Berner Oberland.

Gute Kontakte mit den Brücken-Gemeinden
Der Verein trifft sich regelmässig mit den Verantwortlichen der Gemeinden Leissigen und Sigriswil, um Verbesserungen zu besprechen. Der Verein unterbreitete der Gemeinde Leissigen einen Vorschlag zur Verbesserung des Wegabschnitts vom Brückenkopf Richtung Aeschi und Krattigen. Der Wanderweg ist in diesem Bereich sehr steil, eng und rutschig.

Aussergewöhnliche Berichterstattung
In der Oktober-Ausgabe des SkyWork Magazine wurde die Panoramabrücke Sigriswil in einem mehrseitigen und bebilderten Artikel präsentiert. Damit konnte ein neues Publikum, nämlich die Passagiere der gleichnamigen Airline mit Basis auf dem Flughafen Bern-Belp, angesprochen werden.

«Mein aufrichtiger Dank geht an alle Sponsoren, Mitglieder und Helfer, die es uns ermöglicht haben, den Panorama Rundweg Thunersee von der Idee in die Realität umzusetzen und Schritt für Schritt weiter zu entwickeln.»

Peter Dütschler, Präsident, Verein Panorama Rundweg Thunersee

Keine Brücke über den Chrutbach bei den Beatushöhlen
Im Berichtsjahr hat der Verein zwei Begehungen um den Steinbruch Balmholz organisiert, mit dem Ziel, eine attraktive Wegführung mit einzigartigen Einblicken in den Steinbruch und den Thunersee entlang dem unteren Rand des Steinbruches zu erhalten. Die Widerstände bei Forst und Naturschutz waren gross. Einzig die Berner Wanderwege motivierten den Verein, diese tolle Wegführung um die Schlucht umzusetzen, die teilweise die alte Linienführung des Pilgerweges übernimmt.

Querung Sundbach unterhalb von Beatenberg
Die Hängebrücke über den Sundbach hat den Vereins-Ingenieur herausgefordert. Es galt, das von der Gemeinde Beatenberg erstellte Projekt weiter zu entwickeln und eine geeignete Konstruktion zu finden, damit die Abwasserleitung sinnvoll mit der Fussgängerhängebrücke kombiniert werden kann. Der Verein konnte die in der Zwischenzeit erarbeiteten Varianten bewundern und hofft, im 2016 das Projekt bewilligen zu können.